Glimmern statt Triggern

Kennst du das Gefühl, dass die Tage wie im Flug vergehen und du dich abends fragst, wo die Zeit geblieben ist? Du rennst von einer Aufgabe zur nächsten, erledigst alles, was „noch schnell gemacht werden muss“, und am Ende bleibt doch kaum Zeit und Raum für dich selbst. Dieses Gefühl kenne ich nur zu gut – bis ich mir mehr über Glimmer-Momente Gedanken gemacht habe.

Glimmern statt Triggern: Kleine Momente mit großer Wirkung

Im Alltag springen wir oft von einer To-Do zur nächsten, um am Ende des Tages – völlig energielos und abgekämpft – vielleicht doch noch ein wenig Zeit für uns selbst oder für Dinge, die wir mögen, zu finden.

Wie oft klappt das bei dir? Sei ehrlich.

Hörst du dich auch manchmal sagen, wie schnell der Tag wieder vergangen ist und fragst dich, wo die Zeit geblieben ist? Dieses Gefühl entsteht häufig, wenn wir nur noch „funktionieren“ – machen, abarbeiten, schnell fertig werden, damit wir alles schaffen. Doch sobald eine Aufgabe abgehakt ist, kommt oft schon die nächste hinzu, die wir ebenfalls noch schnell erledigen wollen. Es entsteht eine endlose Kettenreaktion von To-Dos, ohne sichtbares Ende.

Eine Kettenreaktion, die mich zum Nachdenken brachte

Das hat mich getriggert. Den Begriff „Trigger“ kennen mittlerweile fast alle: Situationen oder Reize, die unangenehme Gefühle oder traumatische Erinnerungen auslösen können. Aber warum sprechen wir so selten über Dinge, die genau das Gegenteil bewirken? Kleine Momente, die unser Herz vor Glück hüpfen lassen und uns ein Gefühl von Sicherheit und Ruhe schenken?
Genau das sind die „Glimmer“ im Alltag, die wir brauchen!

Berührungen, Düfte, Stimmungen… All das kann einen Glimmer-Moment auslösen.

Was ist ein Glimmer?

Der Begriff „Glimmer“ wurde von der britischen Therapeutin und Vagusnerv-Expertin Dr. Deb Dana geprägt. Es sind oft winzige Augenblicke, die uns ein wohlig-warmes Gefühl geben. Manchmal dauern sie nur wenige Sekunden, und doch schenken sie uns so viel mehr als ein ganzer Tag voller Stress. Ein Glimmer ist wie eine sanfte Stimme, die uns zuflüstert: „Alles ist in Ordnung, und gerade jetzt ist alles perfekt, wie es ist.“

Diese Momente fühlen sich so besonders an, dass wir sie am liebsten einfangen, in Watte packen und für immer aufbewahren möchten. Es ist schwer, das Gefühl in Worte zu fassen, aber wenn du es schon einmal erlebt hast, weißt du genau, was ich meine.

Meine Glimmer-Momente

Bei mir lösen oft besondere Lichtstimmungen einen Glimmer aus: etwa, wenn die Sonne durch die Blätter scheint und der Schatten kleine, sanfte Lichtspiele auf Boden zaubert. Oder wenn zuhause das Licht eine ganz besondere, warme Farbe annimmt und golden durch Fenster fließt und dich ganz sanft und warm umhüllt.

Ein Glimmer ist ein positiver, kleiner Augenblick – ein „Schimmer“, der uns innehalten lässt und uns für einen kurzen Moment innere Ruhe und Glückseligkeit schenkt.

Beispiele für Glimmer-Momente

Dr. Deb Dana beschreibt Glimmer-Ereignisse als unscheinbare Erlebnisse, die dennoch eine tiefgreifende Wirkung auf unser Nervensystem haben können. Obwohl diese Mikro-Momente oft spontan entstehen, können wir lernen, sie bewusster wahrzunehmen. Damit dir das leichter fällt, hier ein paar Tipps für dich, die du direkt umsetzten kannst:

Wie du deine eigenen Glimmer erkennst

Achtsamkeit trainieren:
Nimm dir bewusst Zeit, um die kleinen Dinge in deinem Alltag wahrzunehmen. Vielleicht ist es der erste Schluck Kaffee am Morgen, das Zwitschern der Vögel oder die warme Sonne auf deiner Haut. Versuche, für einen kurzen Moment alle Sinne zu aktivieren und ganz im Hier und Jetzt zu sein.

  1. Ein Glimmer-Tagebuch führen:
    Schreibe jeden Abend ein oder zwei Momente auf, die dich innerlich zum Lächeln gebracht haben. Diese Reflexion trainiert dein Gehirn darauf, solche Momente aktiver wahrzunehmen. Es müssen keine großen Ereignisse sein – gerade die kleinsten Glimmer-Momente sind oft die schönsten!

  2. Dein Umfeld gestalten:
    Schaffe dir eine Umgebung, die Glimmer-Momente fördert. Zünde deine Lieblingsduftkerze an, backe deine Lieblingskekse oder höre stimmungsvolle Musik. Beobachte dabei, wie du dich fühlst, und genieße jeden Augenblick ganz bewusst.

Schon allein die Vorstellung solcher Momente kann eine beruhigende Wirkung auf dich haben.

Warum sind Glimmer so wichtig?

Unser Nervensystem reagiert sensibel auf sowohl positive als auch negative Reize. Während Trigger unsere Stressreaktionen verstärken, entfalten Glimmer-Momente eine beruhigende Wirkung. Sie geben uns ein Gefühl von Sicherheit, stärken unser Wohlbefinden und helfen dabei, unser Nervensystem langfristig zu regulieren.

Wie Dr. Dana erklärt: „All diese kleinen Momente formen auf sanfte Weise unser Nervensystem um. Wer lernt, Glimmer bewusst wahrzunehmen, verstärkt nach und nach sein Gefühl von Geborgenheit.“

Fazit: Kleine Momente, große Wirkung

Glimmer-Momente zeigen uns, dass es oft die kleinsten Dinge sind, die uns am meisten berühren. Indem wir lernen, sie bewusster wahrzunehmen, können wir uns selbst helfen, in stressigen Zeiten besser zu regulieren und mehr innere Ruhe zu finden.

Probiere es aus: Lass uns gemeinsam auf die Suche nach Glimmer-Momenten gehen! Notiere dir heute Abend deinen ersten Glimmer in einem kleinen Tagebuch – und entdecke, wie sich dein Blick auf den Alltag verändert.

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